Du willst mehr über die verschiedenen SM-Praktiken erfahren? Hier haben wir dir einen kleinen Überblick der beliebtesten BDSM-Praktiken zusammengestellt:
☆ Putzsklaven
Einen erfreulichen Effekt im Haushalt erzielt das SM-Rollenspiel, in dem die Sub die Rolle der Putzsklavin annimmt. Es gilt, die Räumlichkeiten des Tops auf seine speziellen Wünsche hin zu reinigen – oben ohne, mit Maskierung oder gänzlich nackt, gerne vor großen Fensterfronten. Wird nicht gründlich gesäubert, droht eine Strafe.
☆ Spanking
Einer der populärsten und klischeebeladendsten Spielarten im SM-Bereich ist das Spanking. Damit ist das Schlagen auf den Hintern mit der flachen Hand gemeint, in der Umgangssprache vielfach auch als Hintern versohlen bezeichnet. In der BDSM-Sprache finden sich zudem Begriffe wie Flogging oder Paddling. Beim Spanking wird durch das Zufügen von Schlägen und den damit entstehenden Schmerzen das Machtverhältnis unter den Agierenden einer SM-Beziehung definiert.
☆ Feminisierung
Die Feminisierung ist ein erotisches Rollenspiel, bei dem der Mann in die Rolle der Frau schlüpft. In Form eines Bestrafungsrituals wird der männliche Part dazu gezwungen, Frauenkleider, beispielsweise Dessous, anzuziehen. Hierbei steht der Aspekt der Demütigung im Vordergrund. Die Frauenkleidung kann während einer Session offen zur Schau gestellt oder aber auch heimlich unter der normalen Kleidung auf der Straße oder beim Ausgehen getragen werden. Demgegenüber kann der Mann aber auch eine Vorliebe für Damenkleidung haben und sich ganz bewusst eine Feminisierung wünschen. Er schlüpft quasi gern in die Frauenrolle, zeigt dies nicht nur durch das Tragen von weiblicher Kleidung, sondern auch durch die Annahme von deren Charakterzügen.
☆ Knebeln
Den Höhepunkt durch absolutes Ausgeliefertsein erfahren viele SM-Anhänger, wenn sie von ihrem Dom geknebelt werden. Der Knebel unterbindet die Möglichkeit, sich durch Sprechen und Schreien auszudrücken. Dies geht natürlich relativ simpel mit einem Tuch, das um Mund und Kopf gewickelt wird. Bei Kennern sind spezielle Instrumente beliebt. So unter anderem sogenannte Ballgags, Butterfly- oder Ringknebel. Sie sorgen gleichermaßen für Erregung und Stille während der Session.
☆ Playpiercing
Im Gegensatz zum allseits bekannten Piercing als dauerhaften Körperschmuck, ist das Playpiercing nur ein temporärer Begleiter während einer SM-Session. Dünne Nadeln stechen durch die Haut und verweilen in den Stichkanälen, bis sie wieder entfernt werden. Neben der ästhetischen Wirkung zielt diese Methode für viele auf das erregende Gefühl, gestochen zu werden, ab. Allerdings sollten hier nur Leute mit dem entsprechenden Know-how ans Werk gehen. So sollte man beispielsweise anatomische Kenntnisse über die Stellen haben, an denen Nadelstiche gesetzt werden sollen.
☆ Spiele mit Wachs
Ob großflächige Wachsbehandlungen, ob punktuelles Tropfen – das erotische Spielen mit Kerzenwachs ruft bei vielen SM-Fans lustvolle Gefühle hervor. Bei dieser SM-Praktik gilt es allerdings, die richtigen Spielutensilien auf Vorrat zu besorgen und sich umfassend zu informieren. Das Übergießen mit heißer Schokolade kann der Spielweise einen kulinarischen Beigeschmack verschaffen. Wechselbäder mit heißen und kalten Flüssigkeiten können ebenso ihre inspirierende Wirkung freisetzen. Auch mit Kerzenwachs lässt sich lustvoll spielen.
☆ Tunnelspiele
Als Tunnelspiele werden in der SM-Szene Methoden bzw. Spiele bezeichnet, die bei Beginn der Anwendung bis zum Ende ausgehalten werden müssen. So können beispielsweise die Auswirkungen von Instrumenten aus der Natur wie Brennnesseln, Peperoni oder Pfefferminze auf der Haut nicht durch ein Codewort gestoppt werden. Das Spiel kann also nicht zwischendurch unterbrochen werden. Die Bezeichnung nimmt auf einen Tunnel im Straßenverkehr Bezug, den man quasi auch ohne Abzweige durchquert.
☆ Cock and Ball Torture (CBT)
Hinter dem Kürzel "CBT" verbirgt sich eine einvernehmliche Folterbehandlung, die Mann den "Schwanz einziehen" lässt. Denn der englische Name des Spiels "Cock and Ball Torture" steht übersetzt für Penis- und Hodenfolter.
Dabei werden die Geschlechtsteile des Mannes schmerzhaft stimuliert. Viele Dominas greifen auf dieses BDSM-Spiel zurück, um ihren Sub zu bestrafen und Lustschmerz zuzufügen. Welche Mittel dafür angewendet werden, ist recht unterschiedlich. Neben Zwicken und dem klassischen Kerzenwachs können auch Brennnesseln, Ingwer oder Chili zum Einsatz kommen. Zudem wird auch gern durch sachtes Schlagen, Quetschen, Abbinden sowie das Befestigen von Gewichten oder Klammern gefoltert.
Analog dazu gibt es für die Frauenwelt auch die sogenannte Tit Torture (TT). Die Brustfolter ist ebenfalls mit gängigen Instrumenten wie Klammern oder Gewichten möglich.
☆ Hogtied
Die Wehrlosigkeit durch Fesselung steht bei der SM-Methode Hogtied im Vordergrund. Während der Unterworfene sich an seiner völligen Handlungsunfähigkeit ergötzt, lebt der Dominante seine Freude am Beherrschen aus. Letzterer bestimmt dann, wie dem gefesselten Sub Schmerzen zugefügt werden. Hogtied verbindet Bondage mit Folter – natürlich nur im Einverständnis der beteiligten Personen.
☆ Unlösbare Aufgaben
Wie die Bezeichnung bereits verrät, besteht der Sinn in diesem BDSM-Spiel darin, als Unterworfener haushoch zu verlieren. Und wer verliert, wird bestraft! Sehr beliebt sind Anweisungen vom Gebieter, bei denen Geschick gefragt ist: Wie soll ein gefesselter Spielgefährte Aufgaben, für die er Hand und Fuß benötigt, lösen?
Wie in jedem „Fachgebiet“ gibt es auch in der Fetisch- und BDSM-Szene zahlreiche Fachbegriffe und Abkürzungen, die Eingeweihte verwenden, um sich effektiv über ihr Lieblingsthema zu verständigen. Da aber lange nicht jedem alle Kürzel geläufig sind und schließlich auch Neueinsteiger eine Chance haben sollen, sich in der Szene zurechtzufinden, hier ein kleines Fetisch-Abkürzungsverzeichnis. Viel Spaß beim auswendig lernen!
BDSM ABC
A
a – aktiv
Abattage – (frz. Schlachtung) Der Sklave wird einer anderen Person zur (sexuellen) Verfügung gestellt
Abduction – Entführung
Abgreifen – Dem Sklaven wird von anderen Personen in den Schritt gegriffen
AC/DC – bisexuell
AF – Algierfranzösisch (=Analverkehr mit der Zunge)
AFF – Anal-Faustfuck
AHF – Achselhöhlenfick
AO – Alles ohne –
Kondom (Achtung – erhöhtes Infektionsrisiko!)
AT – Von hinten (von lat. = a tegro)
Aufn. – Aufnahme von Körperflüssigkeiten i. d. Mund
AV – Analverkehr
B
Bakushi – Fesselmeister
Bagging – siehe HOM(E)
BB/Bareback – Verkehr ohne Kondom (Achtung – erhöhtes Infektionsrisiko!)
BBB – Bart, Brille, Bauch (besonders in der Bear-Szene verwendet)
BBW – Big Beautiful Women (mollige Frauen)
BD –
Bondage/Fesselsex
BDSM – Überbegriff für Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadismus & Masochismus
BHM – Big Handsome Man (= übergewichtiger Mann)
bi – bisexuell
BmB – Bitte mit Bild (bei Kontaktanzeigen)
Bottom – Der passive Partner
BW – Brustwarzen (-Spiele)
BWP – Brustwarzenpiercing
BZ/BIZ – bizarr
C
Caning – Züchtigung mit dem Rohrstock
CBT – Cock and Ball Torture (Crushing &
Trampling)
cut – Penis, bzw. Vorhaut ist beschnitten
CNC – Consensual-Non-Consent (Die einvernehmliche Nichteinvernehmlichkeit)
C1, C2, C3 – Unterschiedliche Formen der Cuckolding-Beziehung
D
D/s – Dominance and Submission (=Dominanz und Unterwerfung)
DD –
Dildos oder BH-Größe DD (= sehr große Brüste)
deutsch – Missionarsstellung oder BDSM-SEX
dev. – devot /unterwürfig/demütig/verlegen (s. a. submissiv)
dirty – Codewort für Spiele mit Körperausscheidungen
dom. – dominant/herrisch
DS – Dildo-Spiele
Dungeon – Folterkammer
DW –
Damenunterwäsche
DWT – Damenwäscheträger
E
EL – Eierlecken
Engl. –
Englisch (= Erziehung-, Disziplinierungsspiele)
ENVS – entirely non-vanilla sex (= die harte Nummer, komplett ohne Blümchensex)
ERZ – Erziehung
E-Stim – Siehe TENS
exhib. – exhibitionistisch veranlagt
F
FAa – Fingeranal aktiv
FAp – Fingeranal passiv
FE – Fußerotik (das Liebkosen der
Füße/Schuhe etc.)
FemDom – Female Domination (= die Frau dominiert den Mann)
FF – Faustfick
FI – finanzielle Interessen
Figging – Eine anale Bestrafung mit einem Ingwer-Plug
flag. – Flagellieren (= Auspeitschen), Flagellant (= dominanter Partner, der aktiv auspeitscht), Flagellantismus
FM – Französisch (= Oralverkehr) mit Kondom
FN – Französisch ohne Gummi (Achtung – erhöhtes Infektionsrisiko!)
ForceFem – Forezed Feminization (Erzwungene Feminisierung)
Forniphilie – Der Bottom wird zum „lebendigen Möbelstück“
FS – Facesitting (= das Sitzen auf dem Gesicht des Bottoms)
G
GB – Gesichtsbesamung/Facial
Glory Hole – Ein Loch in einer Wand, durch das der Penis gesteckt wird; zum Zwecke anonymer Sexualkontakte
GR – Griechisch (= Analverkehr)
GS – Gruppensex
GV – Geschlechtsverkehr
H
Hentai – pornographische Anime- oder Manga-Filme (= japanische Comics)
het. – heterosexuell
HH – Hobbyhure
HV – Handverkehr (= Masturbation)
HOM(E) – Hand over Mouth (Exersize) – Hand über Mund ( = Exersize im Sinne von Übung/Praktik)
HÜ – Herrenüberschuss
I
IS –
Intimschmuck
K
KB – Körperbesamung (s. a. GB)
KFI – keine finanziellen Interessen
Klismaphilie – sexuelle Vorliebe für Einläufe
Kinbaku – Kunstvolle japanische Fesselkunst (übersetzt =
Bondage)
KS – Kuschelsex
L
LLL –
Lack/Leder/Latex (-Fetischist)
M
mA – mit Aufnahme (s. Aufn.)
MILF – wörtl.: Mom I’d like to fuck (= attraktive reife Frau)
N
n.e.Z. – nur ernstgemeinte Zuschriften
NR – Nichtraucher
NS – Natursekt (= Urin)
NK – Naturkaviar (= Kot)
O
O – devote Frau (nach dem gleichnamigen Roman von Pauline Reage)
ONS – One Night Stand
OTK – „over the knee“ ( = über’s Knie legen)
OW – Oberweite
P
P – passive
Pegging – Analverkehr mit einem
Strap-On / Umschnalldildo
PG – Puffgänger
Philie – Anziehung durch oder Liebe zu …
Podophilie – Fußfetischismus (s. a. FE)
Polyamory – Liebesbeziehungen zu mehreren Partnern mit vollem Wissen und Einverständnis aller beteiligten Partner (s.a.: Cuckold)
PP – Poppers (flüssige Drogen, denen aphrodisierende und schmerzhemmende Wirkungen zugeschrieben wird)
PPS – Parkplatzsex
Psycholagny – Orgasmus „ohne Anfassen“ nur durch Gedanken
PT – Partnertausch
P-Wert – Pornografischer Wert
Q
Queening – siehe Facesitting
R
ras. – rasiert
RACK – Risk-aware Consensual Kinks (Risikobewusste Einvernehmlichkeit)
Rimming – Stimulation der Darmregion mit der Zunge (s. a. AF)
RRR – Rein-Raus-Runter (= Synonym für schnellen Sex)
RS –
Rollenspiele
RW –
Reizwäsche
S
safe – geschützter Geschlechtsverkehr
Saliromanie – Besudelungsfetisch (franz.: salir = beschmieren)
SC – Swingerclub
Shibari – Erotische
Fesselkunst, die sich in Japan aus der militärischen Fesselpraktik Hojōjutsu entwickelt hat
SLP – Schamlippenpiercing
SM – Sadomasochismus
SS – Sperma schlucken
SSC – safe, sane, consensual (= sicher, gesund & übereinstimmend, Grundregeln für SM)
submissiv – passiv, unterwürfig, demütig, verlegen (s. a. dev.)
SW – Sandwich (Frau wird von zwei Männern gleichzeitig anal und vaginal penetriert)
Schwarzer Bereich – BDSM Bereich
T
T6 – Telefonsex
tbl. – tabulos
Teddy – starke Körperbehaarung & kräftig gebaut (hauptsächlich in der Schwulenszene)
TENS –
Transkutane Elektrische Nervenstimulation
TF – Tittenfick
TG – Taschengeld (Bezahlung für sexuelle Gegenleistungen)
Top – Dominanter Partner
TPE – Total Power Exchange, das Machtverhältnis zwischen den Partner wird zu jederzeit und in jeder Situation
aufrechterhalten (z.B. auch in der Öffentlichkeit)
TS – Transexuell
TT – Titten Trimming/Torture, härteres Anpacken der Brüste und Nippel
TV – Transvestit
TV-Zofe – Devote Männer die sich als Zofe/Dienstmädchen verkleiden
U
uncut – Penis/ Vorhaut unbeschnitten
V
VE – Verbalerotik (= oft Dirty Talk)
V oder VO – Voyeur
Vanilla – Blümchensex
W
Weißer Bereich –
Kliniksex / Doktorspiele
Z
ZA – Zungenanal (s. AF)
Zentai – (Jap. Zenshin Taitsu) Ein sehr eng anliegender Ganzkörperanzug, der auch Kopf, Hände und Füße umfasst
(ursprünglich aus Japan)
Zettai Ryôiki – Punktueller Fetisch der Otaku-Szene = Haut zwischen Mini und Strumpf
Zahlen und Sonderzeichen:
69 – Stellung, bei der sich die Partner gegenseitig oral verwöhnen
18×5 – Länge x Durchmesser des Penis in cm
24/7 – Die Rollenverteilung zwischen Dom und Sub wird 24 Stunden am Tag und 7 Tag die Woche aufrechterhalten
32/182/75 – Die übliche Reihenfolge der Angaben ist Alter/ Größe in cm/ Gewicht in kg




